Proletenalarm auf den Unis!
25. Februar 2012
Soziale Bildungsdurchlässigkeit existiert nicht!
Die Schulbildung der Eltern und ihre Stellung im Beruf wirken sich erheblich auf die Bildungslaufbahn der Kinder aus. Auch beeinflussen die regionale Herkunft und Vorbildung der Studierenden sowie das (Nicht-) Vorhandensein von Bildungseinrichtungen in der näheren Umgebung die Studienwahl. Genau so spielen auch Migrationshintergrundx, Sprache und das Geschlecht eine wesentliche Rolle für das Glücksrad der Bildungslaufbahn. Und dieses Glücksspiel der sozialen Selektion beginnt bereits in der Kindheit.
Gleich ist nicht gleich!
Obwohl der Lehrplan eines Unterstufengymnasiums und der einer Hauptschule gleich sind, ist der Bildungsstand der Jugendlichen am Ende kaum zu vergleichen. Ein Wechsel von der Hauptschule in die Oberstufe eines Gymnasiums wird durch Zusatzprüfungen erschwert. Weiters ist die Wahrscheinlichkeit nach dem Besuch der Hauptschule später irgendwann einmal zu studierend verschwindend gering. Ähnlich ist es mit der Neuen Mittelschule, welche in der Form (parallel zur Unterstufe der Gymnasien) keinen Beitrag zur Bildungsdurchlässigkeit und gegen die soziale Selektion leistet. Und großteils sind es die Kinder aus Arbeiterinnenfamilien oder der, wenn man so sagen möchte, niedrigeren Schicht, welche die Hauptschulen (und Neue Mittelschulen) besuchen.
Doch das darf nicht sein!
Die Bildung der Kinder darf nicht von der Bildung und sozialen Schicht der Eltern abhängen und einem quasi in die Wiege gelegt werden. Jede und jeder muss die uneingeschränkte Möglichkeit haben sich soweit zu bilden, wie sie/er das gerne möchte und den uneingeschränkten Zugang zu Wissen bekommen. Und bestimmt ist Bildung nicht ausschließlich für die Elite und reichen unserer Gesellschaft. Nein, auch wir Proleten haben das Recht auf Bildung und lassen uns auch nicht das Recht darauf nehmen.
Für soziale Durchlässigkeit & Chancengleichheit im Bildungssystem!
Vom Kindergarten bis zur Universität. ArbeiterInnenkinder an die Unis!
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