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Aufnahmetests für Publizistik Studium fix
Und täglich grüßt das Murmeltier. Das Highlight des Jahres wurde für Studierende am Freitag 30. April bekannt. ÖVP und SPÖ beschlossen erneut Zugangsbeschränkungen für die Publizistik Studiengänge in Österreich. Ab Herbst werden in Wien, Salzburg und Klagenfurt wieder Aufnahmetests stattfinden.
Hürde zum Studium
Am Dienstag, 4. Mai, beschließt die Bundesregierung endgültig wieder eine Hürde für angehende Publizistik-Studierende einzubauen. Um an einer der drei Fakultäten in Österreich Kommunikationswissenschaft zu studieren, muss man sich künftig einem Aufnahmetest unterziehen. Die, unter dem Drängen von Beatrix Karl (VP) eingeführten Zugangsbeschränken, widersprechen ohne Zweifel dem freien Hochschulzugang und der freien Wahl des Bildungsweges und somit auch der Forderungen der GPA-djp, dass jegliche Zugangsbeschränkungen aufgehoben werden müssen bzw. erst gar nicht eingeführt werden dürfen.
Neue Studieneingangsphase (STEP) geplant
Unklar ist noch wie man die „Massen“ für die Studiengänge „Sozial und Wirtschaftswissenschaften“ und „Wirtschaftsrecht“ an der WU sowie „Architektur“ an den Unis Wien, Graz und Innsbruck abhalten kann zu studieren. Die ÖVP denkt über eine Neugestaltung der STEP mit Aufnahmetestes nach. Eigentlich soll die STEP nach dem Universitätsgesetz (UG) 2009 einer ersten Orientierung für Studierende dienen und den Universitäten sind quantitative Beschränkungen und Aufnahmeverfahren in diese Rahmen verboten. Nun will Wissenschaftsministerin Karl die STEP neu regeln und am Ende der Eingangsphase Aufnahmeverfahren mit mehreren Prüfungen abhalten, um gezielt ausselektieren zu können – wer diese Prüfung nicht besteht, kann die ganze STEP zur Gänze wiederholen und verliert dabei noch ein Studienjahr oder lässt es eventuell gleich bleiben.
Soziale Selektion
Eine „light“ Version der STEP, wie auch derstandard.at schreibt, ist bereits seit dem UG 2002 Realität an Österreichs Universitäten. In zahlreichen Studiengängen müssen Studienanfänger bereits eine Studieneingangsphase positiv absolvieren, bevor sie überhaupt Lehrveranstaltungen aus dem zweiten Studienabschnitt belegen können. Mit der neuen Regelung von Karl wird die Situation für Studierende noch schlimmer und fördert nur soziale Selektion. Unterrichtsministerin Schmied und die SPÖ müssten hier mit einem klaren „Nein“ entgegnen. Bildung ist ein Grundrecht für alle, und zwar ohne zu selektieren!
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