Buch der Woche: Die Essensvernichter

Warum die Hälfte aller Lebensmittel auf dem Müll landet und wer dafür verantwortlich ist! Rund die Hälfte unserer Lebensmittel – bis zu 20 Millionen Tonnen allein in Deutschland – landet im Müll. Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend hat das Brot in den Regalen frisch zu sein. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Continue reading →

Preisanstieg bei den Studierendenheimen

Bereits die mit 1. Juli in Kraft getretenen Kürzungen bei der Familienbeihilfe setzen Studierende in Österreich immens unter Druck – die Auswirkungen einer weiteren beschlossenen Einsparung treiben jetzt auch noch die Preise für Studierendenwohnheime in die Höhe.

Diese sind neben Wohngemeinschaften (WGs) österreichweit eine der beliebtesten studentischen Wohnformen, was vor allem an den üblicherweise niedrigen Benützungsentgelten liegt. Der Bund förderte bisher immer alle Generalsanierungsmaßnahmen von jenen HeimträgerInnen, die die Förderrichtlinien anerkannt haben. Diese sahen u.a. vor, dass HeimträgerInnen für eben jene Maßnahmen keine Rücklagen auf Kosten der Studierenden, also über die Heimpreise, ansparen durften. Ab dem Jahr 2013 werden diese Fördermittel nun sukzessive um 4,9 Millionen Euro gekürzt, neue Sanierungsmaßnahmen müssen die HeimbetreiberInnen in Zukunft wohl auf die lange Bank schieben oder sich das benötige Geld dort holen, wo es am leichtesten ist – bei den Studierenden. Um bis zu 60 Euro pro Monat könnten laut Schätzungen von HeimbetreiberInnen das Entgelt für einen Heimplatz ansteigen, Heimpreise bis zu 400 Euro pro Monat könnten damit Alltag werden. Der Anspruch auf Bundesförderung würde damit allerdings auch zur Gänze verloren gehen.

Die Grundaufgabe von Studierendenheimen besteht darin, Wohnraum zu sozial verträglichen Preisen anzubieten wird durch diese Kürzungen unmöglich gemacht. Für die Studierenden bedeuten die Entgelterhöhungen zusätzliches Unheil zu den Kürzungen bei der Familienbeihilfe und dazu die Notwendigkeit, mehr zu arbeiten, wobei bereits jetzt mehr als 60 % erwerbstätig werden müssen, um sich den Lebensunterhalt ansatzweise finanzieren zu können.

GPA-djp Jugend bleibt bei NEIN zu Studiengebühren!

Befürworter sollen sich für Vermögenssteuer stark machen – Universitäten und Studierende brauchen mehr Geld! „Als ob die Kürzung der Familienbeihilfe, die Verdoppelung des Beitrages zur studentischen Selbstversicherung und steigende Preise in StudentInnenheimen nicht schon belastend genug wären, werden offenbar immer mehr Stimmen für die Wiedereinführung der Studiengebühren und auch für die Einführung von Studienbeschränkungen laut“ stellt Rene Pfister, GPA-djp Bundesjugendvorsitzender entsetzt fest.

„Anstelle den freien Hochschulzugang als illusorisch zu bezeichnen, wie das jüngst die Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller getan hat, ist die Politik – allen voran der zuständige Minister Töchterle – aufgerufen, endlich Taten zu setzen,“ fordert GPA-djp Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner. Rektoren, die das Streichen einzelner Studienrichtungen überlegen müssen und engagierte junge Menschen, die sich ein Studium nicht leisten können oder gar keinen Studienplatz bekommen, seien das Resultat der Versäumnisse der ÖVP-Wissenschaftsministerinnen.

„Zu groß sind die Probleme der völlig unterfinanzierten Universitäten und der Studierenden. Gerade für Kinder aus ArbeiterInnenfamilien ist es schon jetzt äußerst schwierig, es überhaupt bis auf die Universitäten zu schaffen. Der Nebenjob wird für immer mehr junge Leute zu prekären Hauptbeschäftigung, um sich das Studium überhaupt leisten zu können“.
 
Es brauche also keine weiteren Hürden, sondern eine dringende Entlastung der Studierenden und ihrer Familien, so Pfister und Gotthartsleitner  abschließend: „Anstatt laut über Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren nachzudenken, sollten sich alle, die das tun, vehement für die Einführung einer Vermögenssteuer stark machen! Die Universitäten brauchen mehr Geld, Bildung muss uns etwas wert sein!“

Demonstration gegen die Familienbeihilfekürzung!

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) mobilisiert zur Demo gegen die Familienbeihilfekürzung am Donnerstag, 28.10.2010 um 16 Uhr vor der Uni Wien. Die GPA-djp Jugend unterstützt diesen Aufruf!

Die Regierung plant enorme Kürzungen der Familienbeihilfe, so soll unter Anderem für Jugendliche über 24 die Beihilfe nicht mehr ausbezahlt werden und die 13.Familienbeihilfe nur noch für 6-15 Jährige ausgeschüttet werden. Die katastrophalen Einsparungen machen für viele Jugendliche und SchülerInnen ein Studium unmöglich. Gerade einkommensschwache Familien werden besonders hart getroffen.

  • Wir demonstrieren gegen diese unsozialen Kürzungen!
  • Wir demonstrieren gegen Bildung als Privileg nur für Reiche!
  • Wir demonstrieren für ausfinanzierte Hochschulen!

Donnerstag, 28.10.2010 um 16:00 vor der Uni Wien
und um 18:00 Schlusskundgebung am Stubentor.

Weiter Infos findest du hier:

 

GPA-djp Jugend lehnt Studiengebühren ab!

Universitäten brauchen bessere finanzielle Ausstattung!  “Der neue Vorstoß von Ministerin Karl und der Rektoren für die Wiedereinführung von Studiengebühren ist untragbar und wird von uns GewerkschafterInnen klar zurückgewiesen”, erklärt der Bundesvorsitzende der GPA-djp-Jugend Rene Pfister. “Studiengebühren verstärken erwiesenermaßen die soziale Selektion an den Unis. Wir erwarten von der Ministerin, dass sie sich um eine nachhaltige Finanzierung der Universitäten bemüht statt solche ewiggestrige Ideen aufzuwärmen.”

Die zentralen Forderungen der GPA-djp-Jugend sind weiterhin der freie Hochschulzugang, eine bessere finanzielle Ausstattung und bessere Studienbedingungen sowie die  Abschaffung der Zugangsbeschränkungen für die Universitäten.

GPA-djp-Jugend begrüßt Auszeichnung von unibrennt bei Ars Electronica

Utl.: Politische Forderungen bleiben auf der Agenda

Wien (OTS) GPA-djp-Jugend begrüßt die Auszeichnung der unibrennt-Bewegung im Rahmen der heurigen Ars Electronica in Linz. “Es ist sehr erfreulich, dass diese Initiative im Bereich der neuen sozialen Medien ausgezeichnet wurde, zentral ist aber, dass die Forderungen der Bewegung weiter auf der politischen Agenda bleiben. Gerade angesichts der bevorstehenden Budgetkonsolidierung ist es wichtig, den Protest wieder zu verstärken”, erklärt der Bundesvorsitzende der GPA-djp-Jugend Rene Pfister.

Die GPA-djp-Jugend unterstützt die zentralen Forderungen der unibrennt-Bewegung, wie freier Hochschulzugang, bessere Studienbedingungen, Abschaffung der Zugangsbeschränkungen und mehr finanzielle Mittel für die Universitäten.

GPA-djp-Pfister: Bologna-Architektur verschlechtert Chancen am Arbeitsmarkt

Utl.: Gescheitertes Projekt evaluieren

Wien (OTS) “65 Prozent der heimischen Unternehmen halten es für fraglich, ob der Bachelor als ,Akademiker’ eingestuft werden soll. Diese aktuelle Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) bestätigt unsere Bedenken gegenüber der Bologna-Architektur sehr eindrucksvoll”, kommentiert der Vorsitzende der GPA-djp-Jugend, Rene Pfister:”Dadurch, dass der Abschluss eines Bachelor-Studiums zu einer Massenabfertigung zu verkommen droht, verschlechtern sich natürlich auch die Chancen der AbsolventInnen am Arbeitsmarkt. Ein denkbar schlechtes Zeichen in Zeiten steigender Jugendarbeitslosigkeit!”

Durch die Umstellung auf das dreistufige Bolognasystem sei den Studierenden eine Reihe von Nachteilen entstanden, so Pfister weiter. Abgesehen davon, dass die Verschulung und Modularisierung des Systems nicht die optimale Form sei, um Bildung und Problemlösungskompetenz zu vermitteln, seien auch die für manche Fachrichtungen beschlossenen Studieneingangsphasen ein falsches Signal. “Wir werden auch weiterhin jede Form der Auslese im Bildungssystem bekämpfen. Die Bologna-Architektur wurde natürlich mit dem Ziel gestartet, Vorteile zu bringen – den Studierenden bringt sie aber bis jetzt nur Nachteile und Verschlechterungen”, fordert Pfister einmal mehr eine sachliche Evaluierung des gescheiterten Projekts:”Weil die Jugend ein Recht auf beste Bildung mit gleichen Chancen für alle hat!”

www.masterfueralle.at

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GPA-djp-Presseaussendung Nr. 112, 29/07/2010

GPA-djp/Jugend

GROSSDEMONSTRATION! GENUG IST GENUG! Für eine menschenwürdige Asylpolitik!

GENUG IST GENUG!

Arigona Zogaj und ihre Familie sollen bleiben!
Für eine menschenwürdige Asylpolitik!

Großdemonstration: Donnerstag, 1. Juli 2010, 18.30 Uhr, Heldenplatz

Die Familie Zogaj wurde zum Symbol für das Elend der österreichischen Asyl- und Einwanderungspolitik – und für deren Erbarmungslosigkeit. Mit dem Befehl zur „unverzüglichen Ausreise” krönen das Innenministerium und die Behörden ihr menschenverachtendes Vorgehen in diesem Fall.

Seit Jahren schon wird diese Familie politisch zerstört. Und die Zogajs sind kein Einzelfall. Seit Jahren schon werden viele andere Familien aus ihrem längst vertrauten Umfeld herausgerissen. Kinder dürfen die Schule nicht fertig machen. Fußballer werden vom Training weg in Schubhaft genommen. Familien bei Nacht und Nebel aus den Betten geholt, damit ihre Nachbarn und Nachbarinnen es nicht rechtzeitig bemerken. Wir fragen: Wie daneben ist das denn?

Und wir sagen: Genug ist genug.

  • Deshalb demonstrieren wir für ein
  • Sofortiges humanitäres Bleiberecht für die Familie Zogaj!
  • Für eine menschenwürdige Asylpolitik und ein humanitäres Fremdenrecht!
  • Donnerstag, 1. Juli 2010, 18.30 Uhr, Heldenplatz

Elfriede Jelinek – Robert Palfrader – Stefan Ruzowitzky – Florian Scheuba – Rudolf Scholten – Barbara Coudenhove-Kalergi – Markus Hering – Sigrid Maurer – Freda Meissner-Blau – Robert Menasse – Barbara Blaha – Constantin Wulff – Robert Misik – Isolde Charim – Doron Rabinovici – Franzobel – Karl Merkatz – Michael Köhlmeier – Susanne Scholl – Dwora Stein – Anne Bennent – Otto Lechner – Eva Jantschitsch („Gustav”) – Josef Hader – Andrea Maria Dusl – Franz Adrian Wenzel (”Austrofred”) – Gertraud Auer Borea d’Olmo – Peter Henisch – Karl-Markus Gauss – Wolfgang Kos

Mit Unterstützung von SOS Mitmensch

Kontakt: office at sosmitmensch.at oder +43 1 524 99 00

Bitte diesen Aufruf kopieren, weitermailen, in allen Webseiten und Blogs posten… Spread the Word! Danke R.M.

GPA-djp kritisieren Menschenrechtsverletzungen von Paketzusteller UPS in der Türkei

Über 600 Menschen haben letzte Woche gemeinsam mit den vom privaten US-Paketdienstleister UPS gekündigten
Beschäftigten an einer Kundgebung vor dem UPS-Standort in Istanbul teilgenommen. Die gekündigten Beschäftigten harren dort in einem Zelt aus, fordern vom Unternehmen ihre Wiedereinstellung sowie die Zulassung der Gewerkschaft im Betrieb. Die Gewerkschaften vida und GPA-djp und die österreichischen BetriebsrätInnen aus Unternehmen der globalen Expresspaketzusteller verurteilen gemeinsam mit der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF) mit Sitz in London die Praxis von UPS in der Türkei und haben eine umfassende weltweite Solidaritätsaktion gestartet: GewerkschafterInnen aus mehr als 50 Ländern haben sich bereits an das UPS-Management gewandt.

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Universitäre Sparmonologe

Zuerst Studiengebühren, dann Zugangsbeschränkungen und Knock-Out Prüfungen und jetzt will Wissenschaftsministerin Karl auch das Budget kürzen. Nach den Rektoren, stiegen nun auch die Studierenden aus – von einem Dialog ist hier wohl nicht mehr die Rede. Continue reading →