„Aus” für den Praxistest – Mittel in andere Förderungen für die Qualität der Ausbildung investieren! Ein konkretes Ergebnis der Budgeteinsparungen bezüglich Lehrlingsförderung ist die Abschaffung des erst vor zwei Jahren trotz der Bedenken der GPA-djp Jugend eingeführten Praxistests, berichtet der Bundesjugendsekretär der GPA-djp, Helmut Gotthartsleitner: „Wir wehren uns mit der GPA-djp-Aktivität Operation Praxistest seit Monaten dagegen, dass dieser Ausbildungsnachweis zur Halbzeit der Lehre vom Staat mit 3000,- Euro gefördert wird und so als Vorwand dient, um an staatliche Förderungen für die Lehrausbildung heranzukommen”.
Noch skurriler war allerdings die Tatsache zu werten, dass zwar die Lehrlinge eine Prüfung ablegen mussten, die Förderung aber ausschließlich an die Betriebe ging. Immerhin 10.000 jugendliche UnterstützerInnen haben sich zuletzt in der GPA-djp gegen diese unverständliche Vorgangsweise ausgesprochen. Die GPA-djp Jugend fordert darüber hinaus eine Umschichtung der bestehenden Förderungen, die derzeit nach dem Gießkannenprinzip an die Unternehmen ausgeschüttet werden.
„Wir brauchen Qualitätsstandards in Form eines Benchmarksystems, das nicht die Lehrlinge, sondern die Ausbildungsbetriebe überprüft. Derzeit werden Förderungen nach einem Gießkannenprinzip ausbezahlt, das dringend geändert werden muss. Abteilungswechsel, Verhältniszahlen und Lerneinheiten im Unternehmen, die etwas über die Qualität der Ausbildung aussagen, müssen genau unter die Lupe genommen werden.”, fordert Gotthartsleitner.
Das übereilte „Aus” des Praxistests könne außerdem nicht bedeuten, dass Lehrlinge in jenen Kollektivverträgen, in denen Prämien für den Praxistest verhandelt wurden, dank der hektischen Mitterlehner-Initiative leer ausgehen. „Wer motivierte Lehrlinge haben will, der muss auch mehr finanzielle Anreize für sie schaffen”, so Gotthartsleitner abschließend.




