Sogenannte “All-in-Verträge” finden immer größere Verbreitung. Viele Angestellte können solchen Verträgen durchaus etwas abgewinnen und sehen darin für sich auch Vorteile. Der GPA-djp ist es in einer Aktionswoche zum Thema der “All-in-Verträge” nicht darum gegangen, diese Vertragsform generell in Frage zu stellen. Worauf es ankommt, ist, klar zu machen, dass für solche Verträge bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen.
“All-in-Verträge” dürfen nicht zur Selbstausbeutung und exzessiven Arbeitszeiten führen. Die Folge ist nicht selten ein Burn-out, das für die/den Einzelne/n dramatische persönliche Folgen hat, aber auch gesamtgesellchaftlich großen Schaden verursacht.
Als Konsequenz der Wirtschaftskrise nun die Menschen zu immer mehr und leistungsintensiverem Arbeiten zu zwingen, wäre die falsche Schlussfolgerung. Gerade jetzt brauchen wir eine faire Verteilung auch unserer Arbeitszeit und ein Arbeitszeitmanagement, das den Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht wird.
Mehr Fairness sollte unsere Gesellschaft auch gegenüber jenen an den Tag legen, die auf unsere Hilfe und Solidarität angewiesen sind. Mit dem Beitrag über die Probleme von AsylwerberInnen in Österreich wollen wir ganz bewusst einen Kontrapunkt zu einer öffentlichen Diskussion setzen, die leider die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung längst verlassen hat.
Die negativen Folgen der Wirtschaftskrise werden den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa noch auf eine harte Probe stellen, wie das etwa die aktuellen Konflikte im EU-Land Griechenland zeigen. Als handelnde Subjekte haben wir die Chance und die Verantwortung, die richtigen Schlüsse zu ziehen – nicht von ungefähr lautet das Motto des Bundesforums der GPA-djp „Umdenken-Gegenlenken“ –, ansonsten laufen wir Gefahr, dass vieles von dem, was Generationen an sozialen Strukturen erarbeitet und erkämpft haben, aufs Spiel gesetzt wird.

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Weitere Infos
► zur Aktionswoche ‘All-In’ kann ihre Gesundheit gefährden gibt es reichhaltige Infos im ServiceBlog Arbeitsvertrag.
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