Die EU-Kommission hat Anfang Juli mit der Veröffentlichung eines Grünbuchs zum Thema Pensionen eine europaweite öffentliche Diskussion über die Zukunft der Pensionsvorsorge gestartet. Das vorgelegte Grünbuch enthält einen Fragenkatalog, zu dem sich Regierungen und Interessensverbände bis Mitte November äußern können, der dazu dienen soll, ein europäischen Zukunftskonzept für die Altersvorsorge zu entwerfen.
Als zentrale Forderung zur angeblichen Sicherung der Pensionen in der Zukunft fordert die EU-Kommission eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters aufgrund der steigenden Lebenserwartung in der Europäischen Union. In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und stetig steigender Arbeitsbelastung aus Gewerkschaftssicht ein fatales Rezept.
Der ÖGB hat sich daher gegen die Pläne der EU-Kommission zur Anhebung des Pensionsantrittsalters ausgesprochen und fordert vielmehr, dass die Pensionssysteme durch eine ambitionierte Beschäftigungspolitik und eine deutliche Anhebung der Beschäftigungsquote gesichert werden. Zudem fordert der ÖGB die EU-Mitgliedsstaaten auf, sich für die Stärkung der öffentlich umlagefinanzierten Pensionssysteme einzusetzen und die falsche Politik in Richtung private kapitalgedeckte Pensionssysteme zu beenden, da sich insbesondere in Zeiten der Krise gezeigt hat, dass öffentliche umlagefinanzierte Pensionssysteme bei weitem sicherer sind.
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