Presseaussendung, Urlaub

GPA-djp-Brantner/Pfatschbacher: Sechs Wochen Urlaub auch für Beschäftigte im Handel

Hohe Fluktuation macht höheren Anspruch fast unmöglich! „Die GPA-djp Forderung nach sechs Wochen Urlaub für mehr Beschäftigte hat im Handel eine besondere Relevanz“, betont der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handels in der GPA-djp, Franz Georg Brantner, Zentralbetriebsratsvorsitzender der Herba-Chemosan.  Zwar haben ArbeitnehmerInnen, wenn sie 25 Jahre beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind, den Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche, die  Zahl der Beschäftigten, die diese sechste Urlaubswoche tatsächlich erreichen, geht aber zurück. Vor zehn Jahren erreichte noch rund ein Drittel aller Beschäftigten den Anspruch auf sechs Wochen Urlaub, mittlerweile ist es ungefähr ein Zehntel, wie eine IFES-Umfrage belegt. „Die durchschnittliche Verweildauer bei ein und dem selben Unternehmen wird sich weiter nach unten entwickeln“, so Brantner „und gerade der Handel ist ein Bereich, in dem die Fluktuation besonders hoch ist und die Chance auf eine sechste Woche Urlaub wird immer kleiner wird. Gleichzeitig wird den Beschäftigten im Handel aber immer mehr Flexibilität abverlangt – wir haben eine Schieflage, bei deren Korrektur neue Voraussetzungen für die sechste Urlaubswoche schon helfen würde.“

„Es geht uns auch um mehr Gerechtigkeit“, ergänzt die stv. GPA-djp Bundesvorsitzende und Vorsitzende der GPA-djp Salzburg, Margit Pfatschbacher, Zentralbetriebsratsvorsitzende von Interspar. Im Bemühen um mehr Verteilungsgerechtigkeit sei das Einkommen natürlich ein wesentlicher Aspekt, „mehr Verteilungsgerechtigkeit lässt sich aber auch dadurch ereichen, dass man die Arbeitszeit besser verteilt“, fordert Pfatschbacher eine vernünftige Diskussion über die sechste Urlaubswoche für alle.

“Wir sind nicht mehr bereit, die andauernde Benachteiligung von Handelsangestellten und hier wieder besonders von Frauen, hinzunehmen, wenn es um einen gewissen Arbeitszeitwohlstand geht. Auch Handelsangestellte haben ein Recht auf die sechste Urlaubswoche!”, betonen Brantner und Pfatschbacher abschließend.

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