All-In-Vertrag, Grundlagen, Veranstaltung

All-in-Verträge Fluch oder Segen ?

In Wien erfolgte am 1.3.2010 vor rund 250 geladenen Gästen, mit der  Podiumsdiskussion “All-in-Verträge Segen oder Fluch” im Cineplexx Reichsbrücke der Startschuss  zur 6. GPA-djp Aktionswoche! 

“Es ist erschreckend, was Mitarbeiter bei der Vertragsvorlegung alles unterschreiben. Die Klauseln werden nicht hinterfragt”

alarmiert Ingrid Stipanovsky, Betriebsratsvorsitzende des Pharmaunternehmens Novartis. Besonders viel gehe bei den sogenannten All-In-Verträgen schief, die immer mehr Arbeitnehmer ohne eine Alternative vorgelegt bekommen.

Die Pauschalverträge decken mit einem bestimmten Gehalt alle Arbeitszeiten ab. Enthalten sind Mehrarbeits- und Überstunden, oft auch Reisezeiten oder Bereitschaftszeiten, manchmal auch Kilometergeld oder Diäten.

Die Idee dahinter: “Die Arbeitsvertragsgestaltung bringt dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine gewisse Flexibilität bei der Erledigung von Aufträgen und scheinbar eine Erleichterung bei der Arbeitszeitaufzeichnung”

erklärt Doris Lutz, Arbeitsrechtsexpertin bei der Arbeiterkammer Wien (AK). Betroffene Arbeitnehmer verlieren jedoch leicht den Überblick, ob ihr All-In-Gehalt auch tatsächlich alle Arbeitsleistungen abdeckt.

In der Praxis zeigt sich, dass in Österreich rund 1,3 Milliarden Überstunden nicht bezahlt werden. “Ein Drittel aller Pauschalverträge beinhalten für den Arbeitnehmer nachteilige Klauseln”

betont Dwora Stein, Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten,Druck,Journalismus,Papier.

Die Verträge seien zu wenig transparent und bürdeten den Mitarbeitern eine hohe Arbeitsbelastung auf, die häufig zu Burnout führen könne.

 

Auszüge aus einem Artikel der Wiener Zeitung  vom 3. März 2010

 “Wiener Zeitung” Nr. 42 vom 03.03.2010 Seite: 11

Ressort: Management – Recht – Verwaltung

Von Claudia Peintner

  • Facebook
  • Twitter
  • Delicious
  • StumbleUpon
  • Digg
  • Google Reader
  • Tumblr
  • Posterous
  • FriendFeed
  • Share/Bookmark

Thematisch vergleichbare Artikel:

Kommentieren

Schreib Anmerkungen, Erfahrungen, Fragen, Wider- oder Zuspruch ... in das Kommentarfeld unten.

Abonniere Kommentare zu diesem Artikel.

Sei nett und respektvoll. Halte Dich ans Thema. Kein Spam. (Und gu kannst gerne HTML-Codes verwenden.)

Hier noch die trackback-url.

*Notwendige Felder

Spam Protection by WP-SpamFree