Agenda

25. Oktober 2009

Worum geht es?

Die Situation der Arbeitslosen ist wird laufend verschlechtert. Arbeitslos zu sein, das ist so oder so kein erfreuliches Schicksal und für die Betroffenen eine schwierige schmerzhafte Erfahrung.
Die Erfahrung arbeitslos zu sein, machen jetzt in der Wirtschaftskrise immer mehr Kolleginnen und Kollegen. Arbeitslosigkeit ist ein gesellschaftliches Problem und geht uns alle an.

Arbeitslose pauschal als “Langschläfer” im “Faulbett” zu verunglimpfen, wie das gerade in einer unaufrichtigen und traurigen Kampagne von Arbeitgebern, der ÖVP und konservativen Medien betrieben wird, hilft niemanden und hat mit der gesellschaftlichen Realität gar nichts zu tun. Arbeitswilligkeit, Fleiß und Ergeiz sichern noch lange keinen Arbeitsplatz, schon gar nicht in der aktuellen ökonomischen Lage.
Mit der Argumentation von angeblich “Arbeitsunwilligen” und “Faulen” versuchen nur jene gesellschaftlichen Kreise eine Kluft zwischen Arbeitslosen und Erwerbstätigen zu verbreitern, die die Verluste der Wirtschaftskrise auf die gesamte Gesellschaft umwälzen wollen.

International sehr niedriges Arbeitslosengeld

In Österreich bekommt man im Vergleich zu anderen Staaten wenig Arbeitslosengeld. Dabei sollte nie vergessen werden, dass das Arbeitslosengeld kein “Almosen” von Seiten des Staats darstellt. Es handelt sich um eine Leistung, eine Rückversicherung, für die man als Angestellte(r) Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat.

In einem der reichsten Länder Europas bekommen Arbeitslose jedoch nur eine vergleichsweise niedrige Quote dessen, was sie zuletzt verdient haben.
Die Anhebung der Nettoersatzrate auf ein international übliches Niveau ist eine Mindestforderung!

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